Jugendliche und ältere Bürger arbeiten zusammen: Begegnung der Generationen am Computer

Letzten Monat haben etwa 20 Vereinsmitglieder und Jugendliche den neu ausgestatteten und mit bunten Farben frisch dekorierten Computerraum im Jugendclub Ikarus eingeweiht. Gemeinsam feierten wir den Erwerb von sechs neuen Computern sowie eine mobile Leinwand. Diese Sachmittel werden natürlich beim Computerkurs und bei anderen Aktivitäten angewendet, die im neuen Jahr wieder aufgenommen werden.

Die Finanzmittel für die Neuanschaffung stellte uns das Bezirksamt Mitte zur Verfügung. Ermöglicht wurde diese großzügige Unterstützung durch unsere volle Transparenz und Zuverlässigkeit sowie durch unsere strikte Beachtung der Bestimmungen der Gemeinnützigkeit. Dazu gehört natürlich eine sehr konsequente, parteineutrale Haltung.

Während dieser schönen Veranstaltung haben die Jugendlichen den älteren Bürgern erklärt und gezeigt, wie sie die Computer für verschiedene Zwecke verwenden. Hierzu gehören Vorbereitung von Hausaufgaben, Bewerbung für Studienplätze oder Stellenangebote, Recherchen im Internet und vieles mehr. Ein lehrreicher und zugleich unterhaltsamer Höhepunkt war die Demonstration von einem virtuellen, kreativen Spiel, bei dem die Teilnehmer Rohstoffe fördern und damit faszinierende Bauten in fantasievollen Formen gestalten. Diese Art “virtuelles Legoland” wurde von einigen Jugendlichen vom Computer aus gekonnt gesteuert und auf der Leinwand gezeigt. So bekamen alle Teinehmer einen sehr guten Einblick in das Spiel “Minecraft”.

Die Vertreter der Bürgerinitiative haben den Jugendlichen von ihrer Arbeit im Verein erzählt. Betont wurde der Umstand, dass es unsere Bestrebung ist, die Kommunikation im Verein zu verbessern, was für die Menschen sehr wichtig wäre. Hierzu eignen sich Computerkenntnisse sehr gut, da sie die Erreichbarkeit der Menschen von zuhause aus ermöglichen. Auf der Leinwand wurde hierzu die Website der Bürgerinitiative gezeigt, in der in dichter Reihenfolge über viele Aktivitäten berichtet wird.

In der Mitte des Raums stand ein großer Tisch mit Farben und Zeichnungen, die demnächst zusätzlich zur bestehenden, passenden Wandbemalung im Computerraum hinzugefügt werden.  

Bei dieser fast zweistündigen Begegnung kam es zum regen Austausch zwischen den Jugendlichen und den älteren Bürgern. Vor allem die Jugendlichen konnten viel von ihrem Umgang mit der virtuellen Welt erzählen, da sie diese Welt meist intensiver erleben als die älteren Bürger.

Wie geht es weiter? Selbstverständlich werden die neuen Rechner sehr häufig (praktisch täglich) zum Einsatz kommen. Die Bürgerinitiative setzt ihren Computerkurs fort – nun jedoch mit adäquaten Rechnern, die sich schon bei den ersten Versuchen sehr zuverlässig und schnell zeigten. Dabei geht es uns in erster Linie darum, möglichst viele ältere Bürger mit dem Internet und mit der virtuellen Welt vertraut zu machen. Wir rechnen damit, dass die wöchentlichen Internetkurse im Wechsel von fünf bis zehn Personen besucht werden. So hoffen wir, nach und nach einer immer größeren Zahl von Bürgern den Umgang mit Computern beizubringen.

Die Jugendlichen werden ganz bestimmt die Computer häufig benutzen – wie schon gesagt in erster Linie für Lernzwecke. Nach der ersten, gelungenen Erfahrung wollen wir hin und wieder einen Austausch von Jugendlichen und Älteren am Computer wagen – eine besonders spannende Erfahrung, wie bei unserem Treffen lebhaft demonstriert wurde. Die Jugendlichen haben sich sehr gut auf diese Veranstaltung vorbereitet und wurden dafür mit Applaus und leckerem Gebäck belohnt. Den selbstgebackenen Kuchen hat eine Bürgerin bereitgestellt.

Die Leinwand wird uns sowohl für den Unterricht im Computerraum dienen als auch für Präsentationen und Vorträge, die wir gelegentlich bei Bürgerversammlungen durchführen. Die letzte Veranstaltung dieser Art behandelte übrigens das Thema Denkmalschutz. Dabei haben wir eine professionelle Leinwand sehr vermisst und mussten auf ein schlichtes Bettlaken zurückgreifen.

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