Ein Papiertiger verirrt sich in der Wilhelmstraße, Berlin Mitte: Entmietungsspezialisten geben sich die Klinke in die Hand; Die Menschen jedoch bleiben & B L E I B E N

Die Bewohner der Häuser Wilhelmstraße 56 – 59 (10117 Berlin Mitte) werden zurzeit mit Briefen von Entmietungsspezialisten regelrecht bombardiert. In den letzten Wochen und Tagen waren es bereits mehrmals eine sogenannte „Beratungsfirma“, eine Hausverwaltung, die vorherigen Eigentümer, pfiffige Anwälte, die lukrative Provisionen zu kassieren hoffen und so weiter und so fort… Inzwischen wurde sogar ein Entmietungsbüro in diesen Häusern eingerichtet! All das zeigt, dass die neuen Eigentümer höchst beunruhigt sind. Sie haben nicht damit gerechnet, dass sich die mutigen Bürger wirksam gegen Vertreibung und Abriss wehren. Die Eigentümer sehen wohl ein, dass sie sich verspekuliert haben. Nun versuchen sie, gleichzeitig aus allen Kanonen zu schießen, um den Menschen Angst zu machen.

Die professionellen Entmieter verwenden verschiedene Bezeichnungen für ihre Qualifikationen und Tätigkeiten. Hier eine kleine Auswahl – „Mieterberater“, „Mediatorin“, „Immobilienmakler“, „Diplom Psychologin“, „Fachanwalt“, „Notar“… wer auch immer. Das Ziel dieser Entmietungsspezialisten war und bleibt jedoch stets das Gleiche – die Menschen zu verunsichern, zu zermürben, auseinander zu dividieren und sie aus der Wilhelmstraße und Umgebung komplett zu vertreiben. Inzwischen haben die Eigentümer Neubaupläne für weitere Teile der Wohn- und Hotelanlage beim Bezirksamt Mitte vorgelegt. Nach ihrem Willen soll die Vertreibung der Menschen fortgesetzt, intensiviert und erheblich ausgedehnt werden. Die gemeinnützige Bürgerinitiative Wilhelmstraße Berlin Mitte e.V. hat die Bürger über ihre Rechte aufgeklärt und sie darin gestärkt, in Ihren Wohnungen zu bleiben.

Kompetente Juristen beraten die Bürger sachlich und betonen: „Kein Anwalt und kein Mitbewohner darf ohne Ihre Vollmacht für Sie oder gar für ‚alle Bewohner‘ sprechen, Sie zu irgendetwas verpflichten. Ihren mietvertraglichen Schutz können weder die Eigentümer noch (an EIGENEM Honorar statt IHREM Wohlbefinden) interessierte, pfiffige Rechtsanwälte oder Nachbarn brechen. Lassen Sie sich nichts einreden. Die Entmietungsspezialisten und ihre Helfer sind verzweifelt und versuchen nun, den Menschen Angst zu machen.  Doch es steht absolut fest – NIEMAND MUSS AUSZIEHEN!“

Wir stellen noch einmal in aller Klarheit fest: Kein einziges Haus in der Wohn- und Hotelanlage Wilhelmstraße und Umgebung wird abgerissen. Weder das Haus, in dem frührer Bundeskanzlerin Angela Merkel wohnte; noch das Haus, in dem früher Bundespräsident Joachim Gauck wohnte; noch irgend ein anderes Haus in diesem einzigartigen Bauensemble. KEIN MIETER MUSS AUSZIEHEN. Die Eigentümer der Wohn- und Hotelanlage Wilhelmstraße und Umgebung sowie ihre Unterstützer in Politik und Verwaltung verfügen NICHT über eine Abrissgenehmigung und werden auch KEINE bekommen. Beide Eigentümer, Herr Karl Tesmer und Herr Thomas Katzuba von Urbisch, wurden inzwischen von Datenschutzbeauftragten gerügt (jeweils in Berlin sowie Stuttgart) und ausdrücklich davor gewarnt, die persönlichen Daten der Bürger (wie Telefonnummern) an Dritte weiterzugeben. Bei wiederholtem Verstoß drohen HOHE BUßGELDER!!!

Einige Worte zum juristischen Sachverhalt: Die Eigentümer haben kein Druckmittel in der Hand, um die Bürger zur Aufgabe ihrer Wohnungen zu bewegen. Der Papiertiger § 182 BauGB (Baugesetzbuch), mit dem die Eigentümer immer wieder zu drohen versuchen, hebt keinen Mietvertrag auf. Der Hinweis auf diesen Paragraph (sowie einige gezielte, unzutreffende Presseberichte zum Thema!) stellen ganz klar eine LEERE DROHUNG dar, die die aussichtslose Lage der Eigentümer deutlich macht. Denn Kauf bricht nicht Miete!!! Jede neue Immobilienfirma, die die Menschen über „Berater“ bzw. „Mediatoren“ bzw. „Diplom Psychologen“ bzw. „Immobilien-Reporter“ zu vertreiben versucht, ist an die Vereinbarungen des Voreigentümers mit dem Land Berlin und den Bewohnern der Wilhlemstrasse 56 – 59 fest gebunden. Dort ist eindeutig für alle Mieter ein Kündigungsschutz vereinbart. Der gilt weiterhin, und zwar vorrangig!!! Kompetente Juristen warnen eindringlich vor pfiffigen Anwälten, die die Bürger zu „Verhandlungen“ mit den Eigentümern drängen, um lukrative Vermittlungsprovisionen selbst zu kassieren.

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Die Entmietungs-und Einschüchterungsversuche treffen vor allem Behinderte sowie schwache und ältere Menschen besonders hart, die durch die häufigen Belästigungen beunruhigt werden und nicht selten Angst bekommen. Die gemeinnützige Bürgerinitiative Wilhelmstraße Berlin Mitte e.V. wird sich weiterhin für diese Personen sehr intensiv engagieren und Sorge dafür tragen, dass sie in Geborgenheit und Sicherheit ihren Lebensabend in unserer-ihrer vertrauten Umgebung verbringen können. Übrigens ist der RECHTSWIDRIGE „Sozialplan“ zur Vertreibung der Menschen völlig gescheitert. Das verdanken wir dem Mut der aufgeklärten Bürger, die sich von Drohungen einer angeblich baldigen, „vorhabenbezogenen Freimachung“ unserer Wohn- und Hotelanlage nicht einschüchtern ließen.

Wichtig: Jeder Bürger kann den Eigentümern sowie den professionellen Entmietern mitteilen, dass er oder sie von weiteren Belästigungen verschont werden will. Hierzu können die Bürger auch eine Unterlassung der Schreiben erzwingen, die die lästigen Aufforderungen zur Aufgabe ihrer Wohnungen enthalten. In diesem Zusammenhang erinnern wir an unseren Drei-Punkte-Plan, den betroffene Bürger jederzeit anwenden können. Die Anwendung dieses Planes hilft, weitere Entmietungsversuche wirksam abzuwehren und das lästige, illegale Hotel in den Wohnhäusern der Bürger komplett zu beseitigen. An dieser Stelle sei bemerkt, dass das illegale Hotel die geltende Brandschutzverordnung nicht umsetzt und somit eine ständige Gefahr für Leib und Leben darstellt.

Spenden an den Verein: Spenden an die Bürgerinitiative Wilhelmstraße Berlin Mitte e.V. können vom zu versteuernden Einkommen abgezogen werden (auf Wunsch erstellen wir gerne Spendenquitungen). Danke für Ihre Unterstützung. Unsere Bankverbindung:

Kontoinhaber: Bürgerinitiative Wilhelmstraße Berlin Mitte e.V.

BBBank Berlin / BLZ 66090800 / Kontonummer 976384800

IBAN: DE12660908000009763848 / BIC: GENODE61BBB

 

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