Wenn zwei sich richtig gut verstehen

Senatsverwaltung und Eigentümer Karl Tesmer haben gute Beziehungen.  Das zeigt der Vertrag zum Abriss der Wilhelmstraße 56 bis 59.  Diesen musste die Senatsverwaltung ungeschwärzt übermitteln – nach Intervention des Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit.  Der zuvor geschwärzte § 4 zeigt richtig dicke Freunde.

Der Eigentümer Karl Tesmer klagt gerne und viel.  Der Senat  ließ sich die Rücknahme aller Klagen des Eigentümers zusagen.

Anders als der Bezirk muss man sich vor Gericht nicht auf inaktive Verwaltungsmitarbeiter verlassen.  So wichtig waren dem Bezirk diese Klagen.  Da muss ihn große Angst befallen haben, wo doch sonst Behörden vor den Verwaltungsgerichten gute Karten mit hoffentlich sorgfältigen Verwaltungsakten haben.

Kein Wunder,  dass der Senat,  der sich so gut mit dem Abrissunternehmer versteht,  kein wirkliches Interesse entwickelt,  den Anwohnern wirksam zu helfen – sondern sich als Helfer des Eigentümers versteht.

Das  Bezirksamt ist nun bereit, uns weitere Informationen zu geben, die vorher nicht zugänglich waren. Bereits geschickt wurden Mails über Beratungen zur Pressererklärung. Es wurde veranlasst, dass andere Abteilungen für uns Akten freigeben – darunter Schriftwechsel mit Eigentümer Karl Tesmer zum Abriss und zum illegalen Hotel.

Der Senat hat seine falsche Information an die Anwohner in Block I immer noch nicht korrigiert. Der Senat hat sich auch noch nicht bei den Betroffenen entschuldigt. Das fordert die Bürgerinitiative weiterhin mit Nachdruck.

Der Eigentümer kündigt Vermessungsarbeiten in Block I an und hat deswegen Mietverträge für Anwohnerparkplätze gekündigt. Die Betroffenen fordern Aufklärung  und erwarten eine vollständige Auskunft:  welche Arbeiten genau, wie lange, was ist der Umfang, liegt eine Genemigung vor etc.

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