Mietenkongress im März 2010

Bündnis90/DieGrünen veranstaltet am 13. März 2010, 10-19 Uhr einen Kongress zum Thema „Mieten“ im Meventum Berlin, Triftstraße 67, 13353 Berlin-Wedding

Hier der Beitrag der Bürgerinitiative als pdf-Dokument zum Download

Zum Blog Mietenkongress:
http://mietenkongress.gruene-berlin.de/

4 Comments

4 Responses to “Mietenkongress im März 2010”

  1. Sedler sagt:

    Herr Maiwald scheint in einem anderen Wohngebiet zu wohnen als wir. Alles, was kritikwürdig ist und von der Bürgerinitiative mit viel Kraft an den entsprechenden Stellen vorgetragen wird, pauschalisiert Herr M. positiv. Was bleibt dann noch an wirklich notwendig zu realisierenden Zielen?

    Ich meine, dass Ihr Beitrag (der Bürgerinitiative) dieser Pauschalisierung entgegen und an den entsprechenden Stellen etwas konkreter gefaßt sein sollte:

    1. …Berliner Senat unbeeindruckt von der Schmuddelecke/ dem gefährdeten Wohnareal/ im Zentrum Berlins Ist das tatsächlich noch die gegenwärtige Haltung des Senats ? Wenn ja mit 1-2 Fakten belegen.

    2. Frisör, Apotheke, Reisebüros, Hanseatic- und Spardabank, Copyshop, Foto-, Bücher- und Bekleidungsgeschäfte belebten einst/ in den 90er Jahren/ die Wilhelmstraße. … „Für die Anwohner ist es trostlos geworden.“ (sollte gestrichen werden)

    3. …Wenn man die Vermietungspolitik der Eigentümer für diesen Leerstand verantwortlich machen kann, sollten die Gründe benannt werden. Unbezahlbare Mieten, Bewusster Leerstand ????

    4. Dauermieter leiden unter Schmutz und Lärm durch Touristen und Hotelservice. Viele resignieren und flüchten deshalb und auch wegen solcher überhöhten Mieterhöhungen wie sie erfolgreich 2008(?) durch……… abgewehrt werden konnten, jedoch wieder drohen, (Umzug) in andere Bezirke oder das Umland.

    5. Wärmedämmung, Renovierung von Fassaden, Fluren und Treppenaufgängen, Modernisierung der Fahrstühle – Fehlanzeige. In…Häusern ist seit Erbauung auf o.g. Gebieten gar nichts nichts gemacht worden !
    Der Hausmeisterservice und Reparaturdienst funktioniert in notwendigen(?)Rahmen,aber
    Investitionen in die 20 Jahre alten DDR-Neubauten unterbleiben seit dem Verkauf durch die Wohnungsbaugesellschaft Mitte WBM.

    6. Nicht alle Wohnungen scheinen als Hotel-Apartments geeignet. Leerstehende Wohnungen werden für 6,50 Euro netto kalt je m2 angeboten, obwohl Zustand und Ausstattung trotz guter Lage nach Mietspiegel nur ca. 4,50 wert sind. So dient wohl der Leerstand als Alibi für angeblich ausreichenden Wohnraum in Berlin Mitte, wie die Senatsverwaltung oft argumentiert. Diesen Absatz habe ich in seiner Logik und Beweiskraft nicht verstanden. 1. Soll das heißen, dass die Wohnungen wegen der überhöhten Mietforderungen keine Mieter finden? 2.Ist bekannt, ob die neuen Mieter unbefristete Mietverträge oder nur befristete erhalten?

    7. Viele/Verschiedene Gerichte haben in anderen Städten/Bezirken zur gleichen Problematik festgestellt/entschieden (?) dass die Ferienwohnungsvermietung in Mehrfamilienhäusern unerträgliche Störungen für die Dauerbewohner nach sich zieht.

    8.Die Verwahrlosung/Vernachlässigung von Wohnhäusern, ihre zweckentfremdete Nutzung und damit „eine Verödung
    des Zentrums Berlins“ (sollte ersetzt werden durch) ist nicht länger hinnehmbar.

  2. Karin Petersen sagt:

    ich bin von den Kommentaren des Herrn Maiwald so unangenehm berührt, daß ich einen Kommentar zu seinem Kommentar bezüglich des Schreibens unserer Bürgerinitiative für den Mieterkongress am 13.02. geben möchte.

    Das Schreiben der BI befürworte ich in seinen seinen Aussagen, weil

    – die Probleme genügend differenziert sind. Natürlich sind die Häuser n o c h unterschiedlich belastet, wie heißt es so schön :“ Wehret den Anfängen „, es ist nur eine Frage der Zeit und wenn die Anwohner/Leidtraqgende sowie n o c h nicht Betroffene nicht protestieren, wird der Zustand schnell ausgeweitet,

    – soll die Arbeit der IHZ in diesem Schreiben nicht ins schlechte Licht gerückt werden, die Eigentümer sind verantwortlich,

    – ist die ehrenamtlich arbeitende Bürgerinitiative kein Bauplanungsbüro und das Halbwissen des Herrn Maiwald verunsichernd.

    Abschließend, meine Vorstellung zu den vorliegenden Differenzstandpunkten wäre, die Zielstellung der Bürgerinitiative zu respektieren, konnte damit schon vielen Mietern definitiv Hilfestellung gegeben werden. So wünsche ich dem Vorstand für seine weitere Arbeit viel Erfolg.

  3. Jürgen Maiwald sagt:

    Damit keine Missverständnisse aufkommen: die Positionen der Bürgerinitiative zur Umwidmung von Wohnraum in Ferienappartements teile ich ausdrücklich. Leerstand bzw. häufiger Wechsel von Betreibern, Kurzzeitvermietung oder Billigshops sind ein Problem in vielen ehemals besser sortierten Geschäftsstrassen.
    Das Horrorgemälde bei der Beschreibung der Wohnsituation im Bereich Wilhelmstrasse findet meine Zustimmung so jedoch nicht. Hier zu wohnen, ist für mich weder trostlos geworden, noch halte ich unserer Gegend für eine Schmuddelecke. Ebenso sind „unsere“ Häuser nicht verwahrlost oder ein hässliches Aushängeschild für Berlin-Besucher. Da sollte man sich mal am Alex oder auch im Scheunenviertel umsehen. Auch eine Verödung kann ich beim besten Willen nicht erkennen.
    Im Hinblick auf den baulichen Zustand muss differenziert werden. Die Wärmedämmung der Häuser ist gehobener DDR-Standard, die Fassaden sind architektonisch Ost-Moderne. Durch deren Renovierung ließe sich die Wärmedämmung sicher verbessern; es wäre dann nur zu verhindern, dass im Ergebnis ebenso hirnlose (Glas/Metall)Konstrukte wie in der Leipziger Straße herauskommen. Auch ein Austausch der alten Fenster könnte die Wärmedämmung verbessern. Beide Sanierungsmaßnahmen würde der Vermieter als Modernisierung jedoch auf die Mieten umschlagen.
    Ein Modernisierung der Eingangsbereiche und der Fahrstühle hat stattgefunden, auch Treppenhäuser wurden in größeren Abständen neu gestrichen. So richtig „notdürftig“ sehen die Häuser nicht aus.
    Das Facility-management der IHZ GmbH halte ich für ausgesprochen professionell. Reparaturanforderungen werden rasch und kompetent umgesetzt. Die Pflege des Wohnumfeldes angefangen von der Sauberkeit der Gehwege über die Wartung der Grünanlagen bis hin zu Beseitigung des Sylvestermülls einschließlich der aktuellen Schneeräumung/Streupflicht ist einfach gut – und die Hundek… auf Gehwegen und Grünflächen haben weder der Vermieter noch wahrscheinlich die Touristen verursacht. Gleiches gilt für die ärgerliche Angewohnheit, Altmöbel u.a.m. in den Kellergängen zu deponieren. Dort sieht es dann tatsächlich verlottert aus, zudem die Kosten für deren Beseitigung auf alle Mieter umgelegt werden.
    Obwohl auch in „unserem“ Aufgang eine Reihe von Appartements vermietet werden, gehen von denen – wenigstens gegenwärtig – keine erkennbaren Belästigungen aus.
    Der Beitrag zum Mietenkongress sollte sich neben der genauen Situationsbeschreibung stärker auf tatsächlich realisierbare Ziele konzentrieren.

    Jürgen Maiwald

  4. Jürgen Maiwald sagt:

    Nur eine Frage, ist dieser Beitrag, der wieder nicht namentlich noch terminlich gezeichnet ist, wenigstens im Vorstand oder darüber hinaus vielleicht mit den Mitgliedern des Vereins abgestimmt, bestätigt, beschlossen oder …?

    Jürgen Maiwald

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