Bundestagskandidat informiert sich über Ferienwohnungen

Dr. Christian Burholt, Bundestagskandidat der CDU Berlin-Mitte informierte sich vor Ort über die Auswirkungen des Ferienwohnungbetriebes. Gemeinsam mit Sebastian Pieper CDU-Ortsvorsitzender Drorotheenstadt will er die Vorschläge der Bürgerinitiative in seiner Fraktion beraten.

Der Betrieb von Ferienwohnungen in Mehrfamilienhäusern wird zunehmend in ganz vielen Teilen Berlins zum Problem. Stellvertretend hat Fa. Sailer von der Wohnungseigentümergemeinschaft Zähringerstraße am Gespräch am 11.6.09 teilgenommen.

Unsere Vorschläge zur Lösung des Ferienwohnungsproblems in Berlin und speziell in der Wilhelmstraße:

1. Anstelle des Wegfalls des Zweckentfremdungsverbotes für Wohnraum sollte ein neues Gesetz auf bundesebene beschlossen werden: Die gewerbliche kurzzeitige Vermietung von Wohnungen (Ferienwohnungen) in Mehrfamilienhäusern ist nur mit Zustimmung aller übrigen (Dauer-)Bewohner erlaubt. (Unsere Petition an den Deutschen Bundestag, Aktenzeichen: Pet 4-16-07-4011-048935 vom 18.3.2009)

2. Änderung der Betriebs-Verordnung: Sie gilt für Beherbergungsbetriebe mit mehr als 12 Betten, ausgenommen Ferienwohnungen. Die Streichung dieser „Ausnahme“ würde hohe Investitionen in die Sicherheit bedeuten. Dadurch werden auch wettbewerbsverzerrende „Billigangebote“ gegenüber ordentlichen Hotelbetrieben vermieden.

3. Der Berliner Senat verklagt den Eigentümer der Ferienwohnanlage Wilhelmstraße auf Einhaltung der Bauordnung. Die Ferienwohnungsvermietung stellt für den gültigen Bebauungsplan eine Sondernutzung dar, die einen Bauantrag nötig macht. Dieser wäre nach Bauplanungsrecht nicht genehmigungsfähig.

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  1. Florian Tillmann sagt:

    Wenn ein Anwohner „Hotel“ sagt, gibt es sofort eine Abmahnung oder gar eine Räumungsklage. Das ist doch absurd! Kann die Politik helfen, diese Abmahnmasche abzustellen? Das würde zur Versachlichung der Diskussion über die „Apartments“-Thematik in den Berliner Wohnhäusern beitragen.

    Hier nur drei Beispiele für die EIGENE Darstellung des Hotels in UNSEREN Wohnhäusern

    http://www.berlinien.de/tourismus/hotel/apartments_am_brandenburger_tor.html

    http://www.kinkaa.de/Hotel_Apartments_Am_Brandenburger_Tor_Berlin_Berlin_Deutschland_Details–h_74191–t_1–4149–wl_15–hotel-wizard.ksph

    http://www.twenga.de/hotels/apartments-am-brandenburger-tor-berlin-140541.ht

  2. Klaus Binder sagt:

    Was muss denn noch erst alles passieren, bis dieser unerträgliche Zustand behoben wird? Es ist eine Zumutung für die Mieter, wenn sie mit dieser Unsicherheit im Haus leben müssen. Ich wundere mich nur, dass Die Interessenvertretungen der normalen Hotels nicht endlich gegen diese Konkurrenz im Graubereich tätig wird. Schließlich sind alle diese Massen an Touristen, die unser Haus durchströmen, ja eigentlich Kunden der normalen Hotels und die Betreiber dieser Apartmentanlage machen ihren Gewinn auf deren Kosten.

  3. Sabine Fischer sagt:

    Es ist unser Wunsch, dass die Bürgerinitiative überparteilich bleibt. Bisher haben sich unsere Vertreter aber nur mit Politikern der CDU und der Grünen getroffen.

    Warum? Haben die anderen Parteien Gespräche abgelehnt?

    Werden die Anwohner der Wilhelmstraße Berlin Mitte von der SPD, den Linken und der FDP boykottiert?

  4. Hans Waldmann sagt:

    Diesen unerträglichen Apartment-Anbietern muss schleunigst das Handwerk gelegt werden. Die machen dicke Profite auf Kosten der Lebensqualität der normalen Mieter. Dieser Zustand ist nicht hinnehmbar und muss dringend geändert werden. Wie gut, dass es diese Bürgerinitiative gibt, die für uns kämpft.

  5. Sylvia Gärtner sagt:

    Es ist höchste Zeit, dass sich die Politik wieder um die Nöte und Sorgen der normalen Bürger kümmert. Es ist einfach eine Schande, wie mit den Mietern umgegangen wird. Wenn das so weiter geht, wird Berlin im Zentrum von Dauerbewohnern entvölkert und ist nur noch Kulisse für Touristen. Dann gute Nacht Weltstadt Berlin. Es sind nämlich genau diese Berliner und Berlinerinnen, die unsere Stadt so liebens- und lebenswert machen.

  6. Christine Kurth sagt:

    Bei der Beseitigung dieses Betriebs

    http://www.berlinien.de/tourismus/hotel/apartments_am_brandenburger_tor.html

    der sich in unseren Wohnhäusern immer weiter ausbreitet, sind verlässliche Partner sehr wichtig. Danke an Herr und Frau Sailer, die ja sehr engagiert sind!

    Nun können wir hoffentlich auch die CDU für unsere Sache gewinnen – und vielleicht noch diese Institutionen:

    * Der Hotelverband Deutschland
    * BTW -Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft
    * DEHOGA – Deutscher Hotel- und Gaststättenverband
    * DZT – Deutsche Zentrale für Tourismus
    * HOTREC – Hotels, Restaurants und Cafés in Europa

    Diese Institutionen haben bestimmt ein Interesse daran zu verhindern, dass die sogenannten „Ferienwohnungen“ die Kunden von seriösen Hotels weiterhin abjagen.

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