Fast jede 4. Wohnung touristisch genutzt

Wegen den unerträglichen Beeinträchtigungen und den Veränderungen des sozialen Umfeldes im Wohngebiet (Abwanderung von Anbietern des täglichen Bedarfs) interessiert die Anwohner der Wilhemstraße: Wieviele Wohnungen wurden im Wohngebiet bereits in sogennante „Ferienapartments“ umgewandelt?

Die Bürgerinitiative Wilhelmstraße Berlin Mitte hat durch eine Erhebung unter den Anwohnern festgestellt:

  • Fast jede 4. Wohnung der rund 930 Wohnungen im Quartier Wilhelmstraße wird bereits als „Ferienapartment“ betrieben.

Die Daten der Bürgerinitiative wurden den Verwaltern der Wohnanlage mit der Bitte um Überprüfung und Bestätigung zur Verfügung gestellt. Bisher erfolgte keine Antwort. Die Daten werden ständig aktualisiert.

DieApart GmbH, die die „Ferienapartments“ in den Wohnhäusern an Touristen vermietet, hat in vielen Websites sehr unterschiedliche Angaben zur Anzahl der „Apartments“ veröffentlicht. Die häufigste Zahl, die immer wieder in den Websites erscheint, wie zum Beispiel in dieser Website

http://www.berlinien.de/tourismus/hotel/apartments_am_brandenburger_tor.html

Zitat: „Hotel Apartments am Brandenburger Tor Berlin *** drei Sterne … Anzahl der Appartments 220“

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung machte sehr unterschiedliche, zum Teil widersprüchliche Angaben. Hier die Einzelheiten:

Am 14.10.2008 hat die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung festgestellt (Brief an Daniel Dagan, heute Vorsitzender der Bürgerinitiative Wilhelmstraße Berlin Mitte):

  • Es handelt sich sachlich gerade nicht um einen Hotelbetrieb, sondern um die kurzfristige Vermietung von Einzelwohnugen an touristisches Publikum.

Am 16.12.2008 hat die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung gegenüber dem Berliner Abgeordnetenhaus festgestellt (Antwort auf eine kleine Anfrage von Andreas Otto, Bündnis 90/Die Grünen, Drucksache 16/12592):

  • Genaue Angaben zur Anzahl der als Apartments genutzten Wohnungen liegen derzeit nicht vor.  Soweit ersichtlich, könnte es sich um circa 50 WE (Wohneinheiten) handeln.

Am 4.06.2009 hat die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung gegenüber dem Berliner Abgeordnetenhaus festgestellt (Antwort auf eine kleine Anfrage von Andreas Otto, Bündnis 90/Die Grünen, Drucksache 16/13144):

  • Dem Senat ist nicht bekannt, wie viele der Wohnungen bereits als Fernienapartments genutzt werden, da bisher zu dieser Frage keine Erhebung erfolgte.

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