Spannender Besuch der geologischen Sammlungen in Spandau

Am 6. Juni hat sich ein kleiner Kreis von interessierten Anwohnern auf den Weg nach Spandau gemacht um die geologischen Sammlungen zu bewundern, die die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (kurz BGR genannt) aufbewahrt.

Frau Dr. Angela Ehling hat uns einen Einblick in die riesigen Forschungssammlungen gegeben und auch einen spannenden Rückblick in die Geschichte. Schon 1873 wurde die Preußische Geologische Landesanstalt gegründet. Mit dem Bezug eines Gebäudes in die Invalidenstraße in Mitte (heute Verkehrsministerium) begann der systematische Aufbau der Sammlung in Zusammenhang mit der geologischen Kartierung Preußens sowie Forschungsvorhaben im In- und Ausland.

Wenige Jahre nach der Wende gingen die Sammlungen nach Spandau. Die Außenstelle der BGR in Berlin (das Haupthaus ist in Hannover) befindet sich in ehemaligen Kasernen aus rotem Backstein. Die Räumlichkeiten selbst sind attraktiv und sehenswert; in ehemaligen königlichen Stallungen und einer Reithalle schlummern mehr als zwei Millionen Gesteine, Minerale und Fossilien. Sie sind Bestandteil eine der wichtigsten geologischen Sammlungen in Deutschland. Die Sammlungsobjekte lagern in mehr als 1000 Schränken und Vitrinen. – Eine eindrucksvolle Dokumentation unterschiedlicher geologischer Epochen, erarbeitet durch mehrere Generationen Geowissenschaftler.

“Ich möchte wissen, was die Welt im Inneren zusammenhält” ( Goethe – Faust). Wir hatten Gelegenheit zu bewundern,was dieses Innere an Schätzen hervorbringt. Gesteine und Mineralien in ausgefallenen Mustern und Farben, seltsame Gebilde von versteinerten Baumwurzeln und unglaubliche Schneckenformen von Ammoniten, die zu den bekanntesten Fossilien zählen.

Das Beste kommt ja bekanntlich zum Schluß, eine wunderschöne Sandstein-Sammlung, darunter ein Quarzit aus Schweden mit dem Handelsnamen “Caribbian Blue”. Der Preis dieses Traumes ist zwar nicht so teuer wie der des Hope Diamanten, aber für die Ausschmückung der Duschkabine doch unerschwinglich.

Den Besuch in Spandau hat Frau Andrea Heinke angeregt, die früher die geologischen Sammlungen betreute. Als Fortsetzung der spannenden Besichtigung wurde ein Spaziergang durch unseren Bezirk mit dem besonderen Blickwinkel auf Naturwerksteine vorgeschlagen. Die begeisterten Teilnehmer des Besuchs hoffen, dass es zu einem solchen “geologischen Rundgang” durch unser Wohngebiet und die Umgebung recht bald kommt.

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Die grüne Insel in Berlin: Besuch in der Botschaft von Irland

Am 10. Mai besuchten Mitglieder und Freunde der Bürgerinitiative Wilhelmstrasse Berlin Mitte die benachbarte Irische Botschaft in der Jägerstraße. Damit hat der Verein seine inzwischen schon traditionellen Botschaftsbesuche fortgeführt.

Der Empfang war äußerst freundlich und informell, was nach Worten der Gesandten Denise McQuade zur irischen Mentaltiät gehört. Frau McQuade hat den Besuchern sehr lebhaft und fundiert Irland dargestellt – immer wieder auch mit kleinen Anekdoten gespickt. Es wurde unter anderem über die irische Sprache (Irish Gaeilge) berichtet. Irish ist in Öffentlichkeit, Medien und Bildungssystem vertreten, in der Grundschule ist es sogar Pflichtfach. Orts-und Straßenschilder sind in der gesamten Republik nicht nur auf Englisch, sondern auch auf Irish beschrieben. Der eine oder andere Bus trägt ein Schild nur in Irish, für Touristen nicht gerade eine Orientierungshilfe.

Wirtschaft und die Verbindung zu Deutschland spielen eine große Rolle. Wie ein Mitglied der Bürgerinitiative aus eigener Erfahrung berichtete, lässt sich da auch schon mal der irische Ministerpräsident Enda Kenny in Deutschland sehen, um sehr lebhaft das irische Rindfleisch zu preisen, mit den Leuten ins Gespräch zu kommen und Kostproben anzubieten. Alles natürlich auf die nette, informelle irische Art. Diese zufällige, ungewöhnliche Begegnung mit Herrn Kenny fand vor nur wenigen Wochen in einem Delikatessenladen in Berlin statt.

Zur Arbeit der Botschaft gehört auch die etwa 12000 irischen Bürgr zu betreuen, die in Deutschland leben. Und selbstverständlich den Saint Patrick’s Day auszurichten. Saint Patrick gilt als der Schutzpatron der Iren und hat das Christentum auf die grüne Insel gebracht. Die jährliche, traditionelle  Saint Patrick’s Parade – die übrigens die größte im kontinentalen Europa ist – findet jedoch nicht in Berlin sondern in München statt. Bayern lässt grüßen, und zwar nicht nur beim Oktoberfest.

 Ein breiter Raum im Gespräch wurde dem Brexit gewidmet, der für das Land und seine Bürger große Veränderungen mit sich bringt. Angesichts der engen Verbindungen mit Großbritannien ist Brexit ein schwieriges Thema für das kleine Irland, das seit 1973 der EU angehört. Die Vorstellungen einer harten Grenze zu Nordirland will man gar nicht aufkommen lassen. Es gibt ja nach Jahren der großen Auseinandersetzungen endlich ein ziemlich entspanntes Miteinander – etwa Arbeiten auf der einen Seite, Wohnen auf der anderen, um nur ein Beispiel von vielen zu nennen. Trotz Brexit hofft man, dass sich daran nichts ändert.

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Die Bürgerinitiative Wilhelmstraße Berlin Mitte auf der Stadtteilkonferenz 2017

Zusammen mit mehreren anderen Organisationen und Bürgerinitiativen hat am 31.03.2017 unser Verein an der Stadtteilkonferenz 2017 teilgenommen, die in der Evangelischen Schule Berlin Zentrum, Wallstr. 32, 10179 Berlin stattfand. Bei der Plenarsitzung sowie bei den vielen Workshops ging es um Verstärkung der Zusammenarbeit sowohl mit dem Bezirksamt Mitte als auch mit Bürgerinitiativen in unserer Nachbarschaft. Ferner wurde über Verbesserungen für Senioren und Jugendliche sowie über Kultur, Historie und Tourismus in unserem Wohngebiet beraten.

Wir haben diese Gelegenheit genutzt, um unsere Anliegen in direkten, persönlichen Gesprächen mit Bürgermeister Stephan von Dassel sowie Bezirkstadträtin Dr. Sandra Obermeyer vorzutragen. Insbesonders ging es dabei um die Zukunftspläne im Wohngebiet sowie die Bekämpfung der illegalen, kurzzeitigen Vermietung von Wohnraum an Tagesgäste. Wir haben im Namen der Bürger zugesichert, dass auch in Zukunft die Bewohner der Wilhelmstraße und Umgebung immer wieder aktualisierte Angaben zur Belegung ihrer Häuser machen werden.

Hierzu nochmal unser Hinweis auf die –

Tabelle zur Anmeldung der Belegung

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Jugendliche und ältere Bürger arbeiten zusammen: Begegnung der Generationen am Computer

Letzten Monat haben etwa 20 Vereinsmitglieder und Jugendliche den neu ausgestatteten und mit bunten Farben frisch dekorierten Computerraum im Jugendclub Ikarus eingeweiht. Gemeinsam feierten wir den Erwerb von sechs neuen Computern sowie eine mobile Leinwand. Diese Sachmittel werden natürlich beim Computerkurs und bei anderen Aktivitäten angewendet, die im neuen Jahr wieder aufgenommen werden.

Die Finanzmittel für die Neuanschaffung stellte uns das Bezirksamt Mitte zur Verfügung. Ermöglicht wurde diese großzügige Unterstützung durch unsere volle Transparenz und Zuverlässigkeit sowie durch unsere strikte Beachtung der Bestimmungen der Gemeinnützigkeit. Dazu gehört natürlich eine sehr konsequente, parteineutrale Haltung.

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Die Bürgerinitiative Wilhelmstraße Berlin Mitte auf königlichem Hoheitsgebiet: Besuch der britischen Botschaft

Am 14. September 2016 besuchten Mitglieder der Bürgerinitiative Wilhelmstraße Berlin Mitte sowie ihre Gäste die benachbarte britische Botschaft.

Der ursprüngliche Termin 20. Juli konnte auf Grund des Besuches der neuen britischen Regierungschefin Theresa May nicht gehalten werden. Nach den üblichen Eingangskontrollen wurden wir mit der Geschichte des Hauses vertraut gemacht und durch einige Räume der Botschaft geführt.

Nachdem der deutsche Regierungssitz von Bonn nach Berlin verlegt wurde, beschloss die britische Regierung an dem historischen Ort in der Wilhelmstraße ein neues Botschaftsgebäude errichten zu lassen.

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Besuch der indischen Botschaft: “Allein die Wahrheit siegt”

Am vergangenen Freitag stand ein Besuch der Indischen Botschaft auf dem Programm der Bürgerinitiative – und wieder war das Interesse der Bürger sehr groß, im benachbarten Diplomatenviertel, gewissermaßen „um die Ecke“, sich mit einem fernen Land, seiner Geschichte und Kultur bekannt zu machen.

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Leben im historischen Raum – die Denkmalwerte des Wohngebiets um die Wilhelmstraße

Bei einer gut besuchten Bürgervesammlung am 15. Juni 2016 hat der Architekturhistoriker Dr. phil. Ulrich Hartung einen Bildervortrag mit dem Titel „Leben im historischen Raum – die Denkmalwerte des Wohngebiets um die Wilhelmstraße“ gehalten. Die interessanten Aussagen stoßen auf gute Resonanz bei den Bürgern, die ihrerseits Fragen stellten und mit Anregungen aus ihren Erfahrungen als Anwohner in der geschichtsträchtigen Umgebung die Veranstaltung bereichern konnten.

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Kunst und Techniken des Tiefdrucks: schönes Hobby vorgestellt

Am 10. 5. 2016 stellte Frau Karin Waldmann, eine ehemalige Kunsterzieherin, künstlerische Techniken des Tiefdrucks im Jugendclub Ikarus vor. An zahlreichen Beispielen ihrer eigenen Arbeiten, die ausgelegt waren, erläuterte sie die Kaltnadel-Radierung, die Strichätzung, die Aquatinta, die Reservage und das Durchdruck-Verfahren Vernis mou. Es kam zu einer lebhaften Unterhaltung über diese alten, aber noch heute praktizierten Verfahren des Tiefdrucks.

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Gemeinsamer Theaterbesuch im Berliner Ensemble

Am letzten Sonntag waren Nachbarn aus der Wilhelmstrasse und Umgebung sowie Freunde aus anderen Stadtteilen einmal wieder zusammen im Theater, im Berliner Ensemble. Wir hatten uns die Komödie „Der Selbstmörder“ von Nicolai Erdman ausgesucht. Das Stück ist eine herzerfrischende Satire über die Anfangsschwierigkeiten der Sowjetunion mit praller Situationskomik und (pseudo)-philosophischen Eskapaden. Leider war die Inszenierung etwas schleppend, weil die satirischen Figuren teilweise nicht klar herausgearbeitet waren. So kam die Komik nicht immer zum Tragen. Ab und zu wurden den Monologen und Dialogen Musik untergelegt, was der Textverständlichkeit nicht eben dienlich war. Und leider wurde – wie so oft derzeit auf deutschen Bühnen – viel gebrüllt. Wir hatten trotzdem unseren Spaß, vor allem hinterher beim gemütlichen Beisammensitzen in der Theaterkantine. Eine Nachbarin ergatterte dort sogar von der großartigen Carmen Maja Antoni (sie spielte die Schwiegermutter des vermeintlichen Selbstmörders) ein Autorgramm.

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Nachbar, Freund und deutscher Schriftsteller von Weltrang: Biografie von Rolf Hochhuth vorgestellt

Rolf Hochhuth, seit seinem „Stellvertreter“ ein deutscher Dichter von Weltrang, wohnt und arbeitet in unserem Kiez. Er hat seine Arbeitsstube in der Behrenstrasse mit einem wunderbaren Ausblick auf den Tiergarten und direkt aufs Holocaust-Mahnmal. Früher, vor der Bebauung des Pariser Platzes, konnten ihm die Rosse der Quadriga direkt durch die Träume galoppieren, das Adlon war nur ein Entwurf, und der Reichstag grüßte herüber, silbrig glänzend wie ein Raumschiff,  nach seiner Verhüllung.

Der Dichter, dem wir als geistigen Anreger und  politischen Vater des Projekts auch die Erinnerungs-Skulptur für den Hitler-Attentäter Georg Elser in der Wilhelmstraße zu verdanken haben, feiert am 1. April seinen 85. Geburtstag. Als eine erste Eloge zu diesem Ereignis hatte das Berliner Ensemble zu einer Buchpremiere geladen, und eine große Zahl von Bewohnern unseres Wohngebiets war der Anregung gefolgt, etwas mehr über ihren berühmten Mitbürger zu erfahren.

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